#7 BlumenfreiheitPortfolio

Maisie Cousins

  Voyeuristischer
Blick auf den
 weiblichen Körper

Maisie Cousins

Maisie Cousins

Maisie Cousins, geboren 1992, ist ein rebellisches junges Talent aus London. Ihr mutiger Entschluss Kunst zu machen ist völlig hedonistisch und dient der eigenen Zufriedenheit. Sie erforscht Themen der Weiblichkeit, der Natur, der Kraft, der Technik, des Körpers und des Genusses und ist besessen von schleimigen Texturen und durchsickernden schwammigen Flüssigkeiten, besonders wenn sie auf Körper treffen. Im Moment ist Cousins ​​von der Perfektion, die der Natur innewohnt und ihrer Fähigkeit, dem Grotesken zu widerstehen, gefesselt. „Ich bin besessen davon, die Natur mit abscheulichen Dingen zu fotografieren, denn ich bin der Überzeugung, dass es unmöglich ist, die Natur hässlich aussehen zu lassen.”

maisiecousins.com

Maisie Cousins ​​kreiert eingängige Bilder, die gleichzeitig verführen und schockieren. In ihren schwülen, verschwitzten, hypergesättigten Fotos und Videos wird immer das Schöne und das Groteske miteinander in Verbindung gebracht. Stellen Sie sich phallische Blüten von Pfingstrosen vor, die von den Fingern der Künstlerin gestreichelt werden... Haben Sie das Bild vor Augen? _______.

<p>Wenn man sich Maisies Instagram-Feed anschaut, erwacht eine viszerale Welt, von der man die Augen nicht abwenden kann, ganz gleich wie zart besaitet man auch ist. Die Fotografin fängt die Schnittstelle zwischen Schönheit und Ablehnung, Unvollkommenheit und Reinheit ein – bei ihr werden Fehler seltsam attraktiv. Sie mag es Farbe auf Aluminium explodieren zu lassen und dann eine Putzorgie in ihrer Wohnung zu starten. </p>
<br /> Weg von den höflichen Darstellungen des weiblichen Körpers, ist Cousins in der Lage Bilder zu machen, die verwirren und schockieren, indem sie Ideen über Feminismus, die Natur, Impuls und Erregung in ihren atemberaubend lebendigen Porträts verschmelzen lässt. Die 23-jährige Künstlerin begann schon im Alter von 15 Jahren ihre Fotos zu bloggen, für sie war dies eine Möglichkeit der Schule zu entgehen. Ihre viszeralen Arbeiten erhielten aber erst im Rahmen gro<ringel>ß</ringel>er Projekte und Ausstellungen wie Petra Collins Wälzer über Mädchen „Babe“ und der November-Ausgabe von „Late at Tate Britain“ entsprechende Aufmerksamkeit. Instagram bietet die Mittel, ihre Arbeiten zu reduzieren und zu kreieren, sie benutzt die Plattform, um Frauen für ihre Fotos zu finden und kreative Partnerschaften mit jeglichen Personen, ganz gleich woher, einzugehen. </p>
Maisie Cousins

Maisie Cousins

Maisie Cousins, geboren 1992, ist ein rebellisches junges Talent aus London. Ihr mutiger Entschluss Kunst zu machen ist völlig hedonistisch und dient der eigenen Zufriedenheit. Sie erforscht Themen der Weiblichkeit, der Natur, der Kraft, der Technik, des Körpers und des Genusses und ist besessen von schleimigen Texturen und durchsickernden schwammigen Flüssigkeiten, besonders wenn sie auf Körper treffen. Im Moment ist Cousins ​​von der Perfektion, die der Natur innewohnt und ihrer Fähigkeit, dem Grotesken zu widerstehen, gefesselt. „Ich bin besessen davon, die Natur mit abscheulichen Dingen zu fotografieren, denn ich bin der Überzeugung, dass es unmöglich ist, die Natur hässlich aussehen zu lassen.”

maisiecousins.com

<br />Maisie ist ein ziemlich kompromissloser Mensch. Wenn jemand beschlie<ringel>ß</ringel>t, Ansto<ringel>ß</ringel> an der dargestellten Körperbehaarung oder an Dehnungsstreifen zu nehmen, indem er sich negativ auf ihrem Instagram-Account auslässt, steht sie inzwischen darüber. „Das ist mir echt egal``, sagt sie. „Ich finde es lustig. Wenn man auf die Seiten der Leute geht, stellt man fest, die Schreiberin ist 14 und aus Texas. Ich setzte dann nicht auf Konfrontation. Unsere Welten werden nicht aufeinanderprallen.“ Ihre Arbeit definiert die Weiblichkeit neu, feiert die Elemente des weiblichen Körpers, die die meisten Fotografen mit Airbrush bearbeiten. Jedes Bild ist ein viszeraler Trip. Ihre Bilder verführen und schockieren gleicherma<ringel>ß</ringel>en, vor allem auf die richtige Art und Weise. </p>
„WENN SICH DIE HALTUNG DER MENSCHEN GEGENÜBER FRAUEN IN IRGENDEINER WEISE WEITERENTWICKELT HÄTTE, MÜSSTEN WIR WAHRSCHEINLICH KEINE BILDER VON BLUMEN MACHEN, DIE TEILE DES WEIBLICHEN KöRPERS DARSTELLEN, DAMIT WIR EIN POSITIVERES GEFÜHL MIT IHNEN VERBINDEN_______.”

Maisie Cousins
Maisie Cousins

Blumenensemble

Tigerlilie
Pfingstrose
Anthurie
Steppenkerze

<br />Maisie ist es leid, von Bildern des weiblichen Körpers, die von „der Industrie genehmigt`` sind, überschwemmt zu werden. Sie hat sich aufgemacht, die Nacktheit als etwas Normales zu zeigen und die zuvor dämonisierten Körperteile in ihrer Ästhetik darzustellen.<br /> Ihre Arbeit besitzt ein performatives feministisches Element, das ihren Bildern ein Gefühl der Kraft und Rebellion verleiht. „Wir machen sehr viel von dem, was Feministinnen bereits in den 80er-Jahren gemacht haben, wahrscheinlich schon früher. Warum dreht es sich immer noch um diese Themen? Es ist so traurig. Wenn sich die Haltung der Menschen gegenüber Frauen in irgendeiner Weise weiterentwickelt hätte, müssten wir wahrscheinlich keine Bilder von Blumen machen, die Teile des weiblichen Körpers darstellen, damit wir ein positiveres Gefühl mit Ihnen verbinden.”</p>
Maisie Cousins

Blumenensemble

Tigerlilie
Pfingstrose
Anthurie
Steppenkerze

<p> Angesichts der provokativen visuellen Sprache von Maisie ist es nicht überraschend, dass es sowohl Elemente der Verspieltheit als auch der Dominanz in ihrer Arbeit gibt. Ein Auftrag der Tate im vergangenen Jahr war eine echte Offenbarung. Dabei sollte sie mit ihren Arbeiten auf ein Gemälde von Nathaniel Bacon antworten. Sie schuf dafür viele Makrovideos von sinnlich aussehenden Früchten und Blumen, die dann auf riesigen, vier Meter hohen Bildschirmen, angezeigt wurden. „Sein Gemälde von einer Köchin mit all diesen saftigen Gemüse hat mich auf meinem Weg bestätigt``, lacht Maisie.</p>
<p> Später konnte Maisie ihre Arbeiten auch im Creative Review Photography Annual und dem Vogue Photo Festival zeigen und widmete sich einem zweiten Thema: Collagen mit jeder Menge schwarzem Humor. Diese junge Kämpferin greift einen traditionell männlichen Blick auf, um daraus etwas Eigenes zu entwickeln. Allerdings entstehen so keine wiederaufbereiteten pseudo-feministischen Versionen von erotischen Fotos von damals; da sind Körper und Sexualität, aber ihre Bilder zeigen mehr als das. Sie zeigen einen gro<ringel>ß</ringel>artigen Sinn für Spa<ringel>ß</ringel>, Rebellion, selbstverständlichen Hedonismus und einen eindeutig unverzichtbaren Touch, den schöne Blumen und das Laub der Natur ihrer Arbeit verleihen_______.</p>
„ICH BIN BESESSEN DAVON, DIE NATUR MIT ABSCHEULICHEN DINGEN ZU FOTOGRAFIEREN,DENN ICH BIN DER ÜBERZEUGUNG, DASS ES UNMÖGLICH IST, DIE NATUR HÄSSLICH AUSSEHEN ZU LASSEN_______.”

Maisie Cousins
Maisie Cousins

Text
Rosanne Loffeld

Quellen
British Journal of Photography, bjp-online.com, creativereview.co.uk, dazeddigital.com, freundevonfreunden.com.

Wenn man sich Maisies Instagram-Feed anschaut, erwacht eine viszerale Welt, von der man die Augen nicht abwenden kann, ganz gleich wie zart besaitet man auch ist. Die Fotografin fängt die Schnittstelle zwischen Schönheit und Ablehnung, Unvollkommenheit und Reinheit ein – bei ihr werden Fehler seltsam attraktiv. Sie mag es Farbe auf Aluminium explodieren zu lassen und dann eine Putzorgie in ihrer Wohnung zu starten.

Weg von den höflichen Darstellungen des weiblichen Körpers, ist Cousins in der Lage Bilder zu machen, die verwirren und schockieren, indem sie Ideen über Feminismus, die Natur, Impuls und Erregung in ihren atemberaubend lebendigen Porträts verschmelzen lässt. Die 23-jährige Künstlerin begann schon im Alter von 15 Jahren ihre Fotos zu bloggen, für sie war dies eine Möglichkeit der Schule zu entgehen. Ihre viszeralen Arbeiten erhielten aber erst im Rahmen großer Projekte und Ausstellungen wie Petra Collins Wälzer über Mädchen „Babe“ und der November-Ausgabe von „Late at Tate Britain“ entsprechende Aufmerksamkeit. Instagram bietet die Mittel, ihre Arbeiten zu reduzieren und zu kreieren, sie benutzt die Plattform, um Frauen für ihre Fotos zu finden und kreative Partnerschaften mit jeglichen Personen, ganz gleich woher, einzugehen.

Maisie ist ein ziemlich kompromissloser Mensch. Wenn jemand beschließt, Anstoß an der dargestellten Körperbehaarung oder an Dehnungsstreifen zu nehmen, indem er sich negativ auf ihrem Instagram-Account auslässt, steht sie inzwischen darüber. „Das ist mir echt egal”, sagt sie. „Ich finde es lustig. Wenn man auf die Seiten der Leute geht, stellt man fest, die Schreiberin ist 14 und aus Texas. Ich setzte dann nicht auf Konfrontation. Unsere Welten werden nicht aufeinanderprallen.” Ihre Arbeit definiert die Weiblichkeit neu, feiert die Elemente des weiblichen Körpers, die die meisten Fotografen mit Airbrush bearbeiten. Jedes Bild ist ein viszeraler Trip. Ihre Bilder verführen und schockieren gleichermaßen, vor allem auf die richtige Art und Weise.

Maisie ist es leid, von Bildern des weiblichen Körpers, die von „der Industrie genehmigt” sind, überschwemmt zu werden. Sie hat sich aufgemacht, die Nacktheit als etwas Normales zu zeigen und die zuvor dämonisierten Körperteile in ihrer Ästhetik darzustellen.

Ihre Arbeit besitzt ein performatives feministisches Element, das ihren Bildern ein Gefühl der Kraft und Rebellion verleiht. „Wir machen sehr viel von dem, was Feministinnen bereits in den 80er-Jahren gemacht haben, wahrscheinlich schon früher. Warum dreht es sich immer noch um diese Themen? Es ist so traurig. Wenn sich die Haltung der Menschen gegenüber Vaginas in irgendeiner Weise weiterentwickelt hätte, müssten wir wahrscheinlich keine Bilder von Blumen machen, die Vaginas darstellen, damit wir ein positiveres Gefühl mit Ihnen verbinden.”


Angesichts der provokativen visuellen Sprache von Maisie ist es nicht überraschend, dass es sowohl Elemente der Verspieltheit als auch der Dominanz in ihrer Arbeit gibt. Ein Auftrag der Tate im vergangenen Jahr war eine echte Offenbarung. Dabei sollte sie mit ihren Arbeiten auf ein Gemälde von Nathaniel Bacon antworten. Sie schuf dafür viele Makrovideos von sinnlich aussehenden Früchten und Blumen, die dann auf riesigen, vier Meter hohen Bildschirmen, angezeigt wurden. „Sein Gemälde von einer Köchin mit all diesen saftigen Gemüse hat mich auf meinem Weg bestätigt”, lacht Maisie.


Später konnte Maisie ihre Arbeiten auch im Creative Review Photography Annual und dem Vogue Photo Festival zeigen und widmete sich einem zweiten Thema: Collagen mit jeder Menge schwarzem Humor. Diese junge Kämpferin greift einen traditionell männlichen Blick auf, um daraus etwas Eigenes zu entwickeln. Allerdings entstehen so keine wiederaufbereiteten pseudo-feministischen Versionen von erotischen Fotos von damals; da sind Körper und Sexualität, aber ihre Bilder zeigen mehr als das. Sie zeigen einen großartigen Sinn für Spaß, Rebellion, selbstverständlichen Hedonismus und einen eindeutig unverzichtbaren Touch, den s

Text
Rosanne Loffeld

Quellen
British Journal of Photography, bjp-online.com, creativereview.co.uk, dazeddigital.com, freundevonfreunden.com.