#3 Muse

Vier künstlerische Kreationen

Meine grazile
 Schachbrett­blume...

So wie das erste Kiebitzei den Frühling ankündigt, so lässt die bezaubernde Schachbrettblume das Herz höher schlagen. Oh, ihr feinen, glockenförmigen Blüten, getragen von dem langen zarten Stiel, entfaltet euer zierliches Rautenmuster und tanzt in der zarten Frühlingsbrise...

Styling und Fotos
by Myriam Balaÿ
myriambalay.fr

Oh grazile Frühlingsmuse, sanft liebkost vom ersten Strahl der Sonne

von Myriam Balaÿ

Myriam Balaÿ studierte industrielles Produktdesign an der Kunsthochschule in St. Etienne in Frankreich. Nach einer Reihe von Gemeinschaftsarbeiten bei der Bühnengestaltung (Theater, Fernsehen, Kino) beschäftigte sie sich mit Textilien und machte prägende Erfahrungen in der Welt der Haute Couture, zum Beispiel bei Chanel und Dior. Sie arbeitete auch im Textildesign für das Unternehmen „Du proche et du lointain” (Kunden: Maureen Doherty/Egg, Polly Dickens/Armani Home, Nicole Fahri Home, David Champion Interiors, Agnès B/La maison sur l’eau, Maryse Boxer at Joseph Maison, Boutique Voyage, Marthe Desmoulins/Absinthe, Poisson Rouge, Galerie Néotu, Mona Kim Studio) und das Kollektiv „Copirates”. Heute arbeitet sie für Unternehmen und einzelne Auftraggeber bei „L’appartement” und teilt ihre stylischen Visionen in Bezug auf Materialien, Farben, Objekte, Bühnenbildgestaltung, Bilder und mehr...

Murat Isik

Murat Isik debütierte im Jahr 2012 mit dem Roman „Verloren grond” (einer Familiengeschichte, die in der Türkei spielt), für die er den Leserpreis der belgischen Zeitung De Morgen sowie den renommierten belgischen Publikumspreis »De bronze uil« erhielt und für den Academica Literaturpreis nominiert wurde. 2014 erschienen Übersetzungen von „Verloren grond” in Schweden und der Türkei, im März 2016 wurde das Buch auch in Deutschland unter dem Titel „Das Licht im Land meines Vaters” veröffentlicht. Isiks Debut ist in den Niederlanden bereits in der 10. Auflage erschienen. Mit seinen Kurzgeschichten gewann Isik 2007 den Juni Kunstmaand Kurzgeschichten-Wettbewerb und im Jahr 2011 den El Hizjra Literaturpreis. Seine nächsten beiden Romanen werden ebenfalls im Ambo Anthos Verlag erscheinen.

Murat Isik

Murat Isik debütierte im Jahr 2012 mit dem Roman „Verloren grond” (einer Familiengeschichte, die in der Türkei spielt), für die er den Leserpreis der belgischen Zeitung De Morgen sowie den renommierten belgischen Publikumspreis »De bronze uil« erhielt und für den Academica Literaturpreis nominiert wurde. 2014 erschienen Übersetzungen von „Verloren grond” in Schweden und der Türkei, im März 2016 wurde das Buch auch in Deutschland unter dem Titel „Das Licht im Land meines Vaters” veröffentlicht. Isiks Debut ist in den Niederlanden bereits in der 10. Auflage erschienen. Mit seinen Kurzgeschichten gewann Isik 2007 den Juni Kunstmaand Kurzgeschichten-Wettbewerb und im Jahr 2011 den El Hizjra Literaturpreis. Seine nächsten beiden Romanen werden ebenfalls im Ambo Anthos Verlag erscheinen.

Illustration
Sjoukje Bierma

And then I came to a field where the springing grass
Was dulled by the hanging cups of fritillaries,

Sullen and foreign-looking, the snaky flower,
Scarfed in dull purple, like Egyptian girls
Camping among the furze, staining the waste
With foreign colour, sulky-dark and quaint,
Dangerous too, as a girl might sidle up,
An Egyptian girl, with an ancient snaring spell,
Throwing a net, soft round the limbs and heart,
Captivity soft and abhorrent, a close-meshed net,
—See the square web on the murrey flesh of the flower—
Holding her captive close with her bare brown arms.
Close to her little breast beneath the silk,
A gipsy Judith, witch of a ragged tent,
And I shrank from the English field of fritillaries
Before it should be too late, before I forgot
The cherry white in the woods, and the curdled clouds,
And the lapwings crying free above the plough.

The spring was late that year, I well remember.
The year when first I came on the field of fritillaries;
So late, the cottars meeting in the lanes
Would stop to marvel mildly, with that old
Unplumbed capacity for wonderment
At Nature's whim. The calendar told spring,
But spring was heedless: April into May
Passed, and the trees still wore their livery
Of lean black winter's servants; very strange
Most lovely Easter played three days at summer,
A heavy summer over winter's fields,
Three days, and then was vanished, like a queen
Dropping the lifted flap of her pavilion.

Vita Sackville-West, The Land (1926)