#3 Interview

Die wunderschönen,
chaotischen Gegensätze

des Unvollkommenen

In ihren Bildern fängt sie Intimität, stille Schönheit und einfache Abenteuer ein. Ihr Blog Local Milk ist einer der erstaunlichsten Lifestyle-Blogs, die wir uns je angesehen haben. Entdecken Sie das Erhabene im goldenen Licht und im Schatten von Beth Kirbys wundervoll prosaischer und floraler Welt_______.

Was inspiriert dich?

Beth: „Natur in all ihrer Schönheit. Ich lebe im Appalachen-Gebirge in Tennessee, meine Arbeit und meine Veranstaltungen sind inspiriert von dem Unvollkommenen und Profanen, der Wanderlust, der Kunst entspannt zu leben, nachhaltigem Essen, frischen Blumen und dem Licht. Wenn ich nicht hinter dem Herd, der Linse oder vor der Tastatur sitze, kann man mich normalerweise auf der Suche nach Inspiration, beim Durchforsten bei allem was Bauern- und Flohmärkten ähnelt, finden oder ich koche für meine Freunde in meiner oder ihrer Küche.”

Was ist deine erste Erinnerung an Blumen?

Beth: „Meine Mutter pflegte ein kleines Tulpenbeet und ich kann mich erinnern ihr dabei geholfen zu haben, aber ich war nie ein leidenschaftlicher Gärtner oder hatte wirklich einen grünen Daumen. Ich scherze immer, dass ich deshalb so ein Fan von Farmen bin, ich brauche sie! Ich bin nicht in der Lage irgendetwas selbst anzubauen.”

Wir sind sehr neugierig auf deine Heimatstadt Tennessee, kannst Du uns mehr über diesen Ort erzählen, der für dich so besonders ist? Auf deiner Website sagst du “Es ist ein gebrochener Ort und sein Reichtum liegt in seiner Zerrissenheit.”

Beth: “Der Süden hat eine Geschichte der Gegensätze. Sie ist sehr reich, aber auch voller abscheulicher Ungerechtigkeit. Durch Fehler, Kummer und Zerrissenheit entstehen reichere Ort oder besondere Menschen, wenn einmal die Genesung eingesetzt hat. Ich glaube, dass Zerbrochenes, Gebrauchtes und Ausgebessertes immer schöner ist, als das Makellose und Perfekte. Es hat eben Charakter.”

Was inspiriert dich?

Beth: „Natur in all ihrer Schönheit. Ich lebe im Appalachen-Gebirge in Tennessee, meine Arbeit und meine Veranstaltungen sind inspiriert von dem Unvollkommenen und Profanen, der Wanderlust, der Kunst entspannt zu leben, nachhaltigem Essen, frischen Blumen und dem Licht. Wenn ich nicht hinter dem Herd, der Linse oder vor der Tastatur sitze, kann man mich normalerweise auf der Suche nach Inspiration, beim Durchforsten bei allem was Bauern- und Flohmärkten ähnelt, finden oder ich koche für meine Freunde in meiner oder ihrer Küche.”

Was ist deine erste Erinnerung an Blumen?

Beth: „Meine Mutter pflegte ein kleines Tulpenbeet und ich kann mich erinnern ihr dabei geholfen zu haben, aber ich war nie ein leidenschaftlicher Gärtner oder hatte wirklich einen grünen Daumen. Ich scherze immer, dass ich deshalb so ein Fan von Farmen bin, ich brauche sie! Ich bin nicht in der Lage irgendetwas selbst anzubauen.”

Wir sind sehr neugierig auf deine Heimatstadt Tennessee, kannst Du uns mehr über diesen Ort erzählen, der für dich so besonders ist? Auf deiner Website sagst du “Es ist ein gebrochener Ort und sein Reichtum liegt in seiner Zerrissenheit.”

Beth: “Der Süden hat eine Geschichte der Gegensätze. Sie ist sehr reich, aber auch voller abscheulicher Ungerechtigkeit. Durch Fehler, Kummer und Zerrissenheit entstehen reichere Ort oder besondere Menschen, wenn einmal die Genesung eingesetzt hat. Ich glaube, dass Zerbrochenes, Gebrauchtes und Ausgebessertes immer schöner ist, als das Makellose und Perfekte. Es hat eben Charakter.”

DIY 1

Wenn Sie mögen liken Sie die Step by Step-Anleitung „Wie man eine Blütenkrone bindet”. Sie finden sie hier.

„Ich liebe es mit Geißblatt, Kamille, Lavendel, Rosen, Flieder und jeder anderen essbaren Blüte zu kochen, die ich in die Finger bekomme_______.“

Du bist auch nach Australien gereist, um dort einen Workshop durchzuführen wie man Content mit Food und Blumen generiert…

Beth: „Ja. Ich habe im Team mit Rebekka Seale oder Camellia Fiber Co. und der Fotografin Luisa Brimble gearbeitet, um in Australien im September 2014 zu unterrichten. Slow Living, A Practical Workshop: Creating Content through Food, Florals, Photography and Textiles wurde entwickelt, um Studenten praktische Fähigkeiten zu vermitteln, wie man mit Blüten natürlich Färben und Backen kann und wie sie ihre Fotografie- und Styling-Fähigkeiten verbessern. Und wir geben die Informationen, die man braucht, um einerseits kreativ sein zu können und andererseits daraus einen Job zu machen. Am ersten Tag führen wir Studenten durch den Prozess natürlich gefärbter Textilien, wobei wir in Vergessenheit geratene Pflanzen und Blumen verwenden.”

Was ist deine glücklichste Blumen-Erinnerung?

Beth: „2014 habe ich eine Blütenkrone aus Blumen aus der Umgebung gebastelt, als ein Lebewohl für die Mutter des Sommers, eine nette kleine Meditation über meine Dankbarkeit für die Natur und all ihre wilden, wilden Blumen. Ich habe keine langen, trägen Stunden, die sich vor mir ausbreiten und in denen ich Ketten aus Gänseblümchen knüpfe. Ich bezweifle, dass irgendjemand von uns das tut. Aber ich habe die Wahl wie ich meine Zeit verbringe und an einem Nachmittag habe ich mir gesagt: Zur Hölle mit der Wäsche, ich werde mich jetzt diesen verrückten kleinen Schönheiten und ihren dünnen Stielen und nickenden Köpfen widmen. Ich habe mich hingesetzt und habe sie mit ein bisschen Blumendraht zusammengebunden und in wenigen Minuten hatte ich eine Krone. Es war tatsächlich unglaublich befriedigend. Und ich bin herumgelaufen und habe den Rest der täglichen Arbeit erledigt wie eine durchgeknallte Elfe.”

Aus welchen Blumen bestand dein Hochzeitsstrauß?

Beth: „Einfach wunderschönen… wir haben in Island geheiratet, nur wir zwei, und ich habe mir meinen eigenen Strauß gepflückt, aus Baumwolle und Wildblumen vom Straßenrand.”

Kannst du uns mehr über deinen „Appalachian Wabi-Sabi"-Stil erzählen?

Beth: „Eine Linie, eine Form, Farbe und Textur treffen zusammen, um eine Geschichte zu erzählen und eine Stimmung hervorzurufen. Es kann sich um ein Rezept handeln, ein Haus, einen Kleidungsstil oder ein Stillleben. Ich nenne meinen persönlichen Stil ‚Appalachian Wabi-Sabi‘. Das ist ein rustikaler Minimalismus bei dem Vintage und Moderne ausbalanciert sind und ein Gleichgewicht zwischen dem Unordentlichen und dem Aufgeräumten besteht. Ich bevorzuge es, mit gedeckten, neutralen Tönen zu arbeiten wie Metall, Holz, Leinen, Beton, Marmor und Keramik. Wenn ich etwas style ist mein Ziel immer die Synthese unterschiedlicher Ästhetik, um eine völlig neue zu erschaffen. Statt Makellosigkeit anzustreben, arbeite ich an einem natürlichen, belebten Look.”

Was versuchst du in deinen Fotos festzuhalten?

Beth: „Meine Fotografie soll die kleinen Momente festhalten, durch nüchterne Fotos, die bei natürlichem Licht gemacht werden. Ich bin sehr inspiriert von der Vorstellung, etwas Vertrautes im Fremden zu finden, sich ein Nest zu bauen, ganz gleich wohin man geht. Genauso wie es umgekehrt faszinierend ist, das Exotische im Alltäglichen zu finden, auf Reisen zu gehen, auch wenn man zu Hause ist. Vom Kochen zur Küstenlinie, von der Geometrie zu Schatten, ich versuche Intimität einzufangen, stille Schönheit und einfaches Abenteuer.”

Du liebst es zu kochen. Hast du eine essbare Lieblingsblume?

Beth: „Ich liebe es mit Geißblatt, Kamille, Lavendel, Rosen, Flieder und jeder anderen essbaren Blüte zu kochen, die ich in die Finger bekomme. Es gefällt mir sehr, wie überraschend und poetisch ein paar Blüten ein Gericht machen. Sie haben alle metaphysische und medizinische Eigenschaften, die ihnen noch mehr Tiefe verleihen, ganz gleich was man daraus zubereitet.”

Was ist dein liebstes Frühlingsrezept mit Blüten?

Beth: „Ich habe schon einmal ein Rezept für eine köstliche Kamille-Panna cotta auf meinem Blog geteilt. Diese cremige Panna cotta, aromatisiert mit Kamillenblüten, hat die perfekte Konsistenz und ist ein ideales Dessert, um den Frühling zu begrüßen. Es ist einfach genug, dass man es an einem Wochentag machen kann, es kann vorbereitet werden und wird serviert mit Shortbread-Sträuseln (Rezept hierunter) und einigen frischen Kräutern. Es ist ein spezielles Dessert, das es wert ist, Gästen zum Dinner serviert zu werden.”

Du hast über das Sich-Niederlassen und das Reisen in einem Atemzug gesprochen. Kannst du uns mehr darüber sagen?

Beth: „All die Arbeit, die ich mache, ist inspiriert von der Vorstellung sich niederzulassen und einzurichten, ganz gleich wohin man geht und zu reisen, auch wenn man zu Hause ist. Meine Arbeit dreht sich um die saisonale Küche, natürliche Sträuße, unkomplizierte Zusammentreffen, Workshops mit Freunden & Herstellern und Ausschnitten von beidem: einem ruhigen Leben in Tennessee und meine Reisen und Wanderungen. Für mich ist die Ernährung mit lokalen Produkten nur ein Teil eines größeren Bildes, das beinhaltet achtsam zu leben oder präsent zu sein. Wir leben im Hier und Jetzt. Slow Food und Slow Life machen die Augenblicke vielfarbiger und vielschichtiger; Tomaten sind eher Salz und Erde, Blumen eher leuchtend und duftend und die Tage mehr Wochenmarkt als Neonlicht.”

Aus welchen Blumen bestand dein Hochzeitsstrauß?

Beth: „Einfach wunderschönen… wir haben in Island geheiratet, nur wir zwei, und ich habe mir meinen eigenen Strauß gepflückt, aus Baumwolle und Wildblumen vom Straßenrand.”

Kannst du uns mehr über deinen „Appalachian Wabi-Sabi"-Stil erzählen?

Beth: „Eine Linie, eine Form, Farbe und Textur treffen zusammen, um eine Geschichte zu erzählen und eine Stimmung hervorzurufen. Es kann sich um ein Rezept handeln, ein Haus, einen Kleidungsstil oder ein Stillleben. Ich nenne meinen persönlichen Stil ‚Appalachian Wabi-Sabi‘. Das ist ein rustikaler Minimalismus bei dem Vintage und Moderne ausbalanciert sind und ein Gleichgewicht zwischen dem Unordentlichen und dem Aufgeräumten besteht. Ich bevorzuge es, mit gedeckten, neutralen Tönen zu arbeiten wie Metall, Holz, Leinen, Beton, Marmor und Keramik. Wenn ich etwas style ist mein Ziel immer die Synthese unterschiedlicher Ästhetik, um eine völlig neue zu erschaffen. Statt Makellosigkeit anzustreben, arbeite ich an einem natürlichen, belebten Look.”

Was versuchst du in deinen Fotos festzuhalten?

Beth: „Meine Fotografie soll die kleinen Momente festhalten, durch nüchterne Fotos, die bei natürlichem Licht gemacht werden. Ich bin sehr inspiriert von der Vorstellung, etwas Vertrautes im Fremden zu finden, sich ein Nest zu bauen, ganz gleich wohin man geht. Genauso wie es umgekehrt faszinierend ist, das Exotische im Alltäglichen zu finden, auf Reisen zu gehen, auch wenn man zu Hause ist. Vom Kochen zur Küstenlinie, von der Geometrie zu Schatten, ich versuche Intimität einzufangen, stille Schönheit und einfaches Abenteuer.”

Du liebst es zu kochen. Hast du eine essbare Lieblingsblume?

Beth: „Ich liebe es mit Geißblatt, Kamille, Lavendel, Rosen, Flieder und jeder anderen essbaren Blüte zu kochen, die ich in die Finger bekomme. Es gefällt mir sehr, wie überraschend und poetisch ein paar Blüten ein Gericht machen. Sie haben alle metaphysische und medizinische Eigenschaften, die ihnen noch mehr Tiefe verleihen, ganz gleich was man daraus zubereitet.”

Was ist dein liebstes Frühlingsrezept mit Blüten?

Beth: „Ich habe schon einmal ein Rezept für eine köstliche Kamille-Panna cotta auf meinem Blog geteilt. Diese cremige Panna cotta, aromatisiert mit Kamillenblüten, hat die perfekte Konsistenz und ist ein ideales Dessert, um den Frühling zu begrüßen. Es ist einfach genug, dass man es an einem Wochentag machen kann, es kann vorbereitet werden und wird serviert mit Shortbread-Sträuseln (Rezept hierunter) und einigen frischen Kräutern. Es ist ein spezielles Dessert, das es wert ist, Gästen zum Dinner serviert zu werden.”

Du hast über das Sich-Niederlassen und das Reisen in einem Atemzug gesprochen. Kannst du uns mehr darüber sagen?

Beth: „All die Arbeit, die ich mache, ist inspiriert von der Vorstellung sich niederzulassen und einzurichten, ganz gleich wohin man geht und zu reisen, auch wenn man zu Hause ist. Meine Arbeit dreht sich um die saisonale Küche, natürliche Sträuße, unkomplizierte Zusammentreffen, Workshops mit Freunden & Herstellern und Ausschnitten von beidem: einem ruhigen Leben in Tennessee und meine Reisen und Wanderungen. Für mich ist die Ernährung mit lokalen Produkten nur ein Teil eines größeren Bildes, das beinhaltet achtsam zu leben oder präsent zu sein. Wir leben im Hier und Jetzt. Slow Food und Slow Life machen die Augenblicke vielfarbiger und vielschichtiger; Tomaten sind eher Salz und Erde, Blumen eher leuchtend und duftend und die Tage mehr Wochenmarkt als Neonlicht.”

Was machst du mit den Blumen, die du auf deinen Reisen findest?

Beth: „Ich mag es, ausgesuchte Blüten als Geschenkdekoration zu verwenden. Ich habe einen DIY-Tipp auf Local Milk geteilt, wie man eine schöne, rustikale Geschenkverpackung mit Blumen, Pflanzengrün, getrockneten Blüten oder Beeren macht. Ich habe alte Seiten von einem Wild Unknown Kalender verwendet, schwarzes, mattes Papier und Leinen (noch immer mein Favorit) zusammen mit Kordel, Band und Washi Tape. Um die Geschenkverpackung zu vervollständigen, habe ich diese blumigen Dekorationen entwickelt, dazu braucht man nur Steckschaum, ein Messer und ein paar Verzierungen.”

Wie lautet deine Philosophie?

Beth: „Meine Philosophie ist, das Alltägliche bis ins Detail als Kunst zu betrachten, das macht das Leben so viel reicher. Das ist das Ziel meiner Arbeit, sei es beim Kuchen backen, beim Schreiben einer Geschichte, beim Stylen eines Fotoshootings oder nur eines Tisches, auf dem ausgesuchte Blüten arrangiert werden oder dabei Gastgeber eines Zusammentreffen zu sein, beim Geben eines Workshops oder beim Kochen eines Dinners. Ich versuche jeden Duft, jede Textur, jede Jahreszeit, jeden Geschmack zu schätzen. Ich will meine Zuckerdose lieben und meine Zahncreme, was ich aus Konflikten lerne und von weinendem Baiser. Manchmal kann Schönheit sehr hässlich sein und manchmal ist das Hässliche sehr schön_______.”

Eine Auswahl an Beth Kirby's timeline, @local_milk